Empfangsdienst im Krankenhaus – Steuerung von Menschen und Leistungen
Ein Empfangsdienst in Krankenhäusern hat die Steuerungsfunktion, die Patienten und Besucher zu empfangen und sie entsprechend nach den Bedürfnissen weiterzuleiten. Dabei ist als erste Kontaktstelle ein seriöser, freundlicher und beruhigender Umgangston anzuschlagen.
Die Patienten erscheinen nach vorgegebenem Termin oder auch in Notfallsituationen. In diesem Moment sind wichtige Dokumente, wie beispielsweise der Kostenträger der avisierten Maßnahme zu erfassen. Die Erfassung geht mittels Krankenkassenkarte digital. So muss das Empfangspersonal mit der Software des Krankenhauses umgehen können. Die Datenübermittlung zum Kostenträger vollzieht sich meist automatisch. Die Abrechnung der Dienstleistungen wird weiterführend von der Finanzabteilung begleitet.

Es sind oft vorbereitende Untersuchungen bei Aufnahme zu vollziehen. So muss das Empfangspersonal die Patienten dahingehend orientieren, in welchen Abteilungen sie sich einfinden müssen. Intern müssen sie die entsprechenden Stationen und die diensthabenden Ärzte informieren, damit der Aufnahmeprozess schnell und reibungslos funktioniert. Falls die Patienten sich außerhalb der regulären Aufnahme im Krankenhaus einfinden, muss das Empfangspersonal zumindest eine Basisschulung erhalten haben, damit es erkennen kann, ob es sich um einen schnell zu behandelnden Notfall handelt. Sie muss kleine Signale des Wohlbefindens der Patienten erkennen können. Falls sie dabei der Meinung ist, dass der behandelnde Arzt oder das Pflegepersonal schnell hinzugezogen werden und reagieren sollte, muss es diese Stellen rasch kontaktieren.
Das Empfangspersonal muss die Besuchszeiten steuern. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie keinen Besuch außerhalb der gängigen Besuchszeiten auf die jeweiligen Stationen lässt. Gerade Intensivstationen sind restriktiver in diesen Zeiten.
Gleichzeitig sollte auf die Hygienevorschriften hingewiesen werden, auf die das Empfangspersonal ebenfalls geschult sein sollte. Ebenso in diesem Bereich sind die Intensivstationen mit besonderer Schutzkleidung strikter, die über die normalen Straßenkleider gestülpt werden muss. Schutzmäntel und spezielle Schuhstülper sind anzuziehen sowie Schmuck und Uhren wegen Keimübertragung abzulegen. Vor Betreten der Stationen sollten Hände gewaschen und desinfiziert werden.